Kurz war er, der Traum:
Sowohl in Hesssen wie auch im Bund gab es eine rechnerische linke Mehrheit, die möglicherweise eine Alternative zu Merkel Alternativlos bieten würde. Ein breites linkes Bündnis hätte die politische Landschaft verändern können.
Ein Gespenst geht um in Deutschland. Stammtischstrategen und selbsternannte Volksstimmen gehen im Verein mit Demagogen von rechten Rand auf Stimmenfang und verkaufen das als neues Konzept, mit dem sie wütende und desillusionierte Bürger einfangen wollen.
Immer, wenn das Vertrauen in unsere Politiker und Wirtschaftsführer erschüttert wird, treffen sich selbternannte Problemlöser, die glauben, mit einer Rückbesinnung auf überkommene Konzepte würde alles gut. Identitäre und nationalistische Konzepte werden als Ausweg aus der Misere angepriesen. Von der falschen Alternative fern des Humanismus weiterlesen →
Bald ist es wieder soweit, wir dürfen wieder mal unsere Stimme abgeben. Und dann ist sie weg. Für die nächsten vier oder fünf Jahre haben wir irgendeiner Person oder Partei einen Blankoscheck ausgestellt, unsere ureigenen Angelegenheiten zu regeln. Gewählte sind ausschließlich ihrem Gewissen verantwortlich, und wenn dieses aus Schweinsleder besteht und in der hinteren Hosentasche aufbewahrt wird, haben wir einfach Pech gehabt. Demokratie und Repräs(entat)ion. Ein Wahlappell. weiterlesen →
Der Landkreis Marburg Biedenkopf beschloss, dass es Zeit sei, das Tal der Ahnungslosen zu verlassen und stattdessen eine digitale Chancengleichheit von Land und Stadt anzustreben.
Zu diesem Behufe gründete man eine Breitband-GmbH, fragte die Bürger nach ihrem Bedarf – und verkaufte das Netz dann an den Quasi-Monopolisten, der nun seiner veraltete Technik nochmal durchpushen will („Vectoring“ statt Glasfaser) und der unlängst erst bewiesen hat, dass ihm das Netz an sich gleichgültig ist (Netzneutralität-Debatte, „Drosselkom“). Schnelles Netz fürs Land. Eine Provinzposse weiterlesen →
Im römischen Reich gab es die römischen Bürger und alle anderen. Die römischen Bürger genossen Rechtsschutz, Privilegien und Wahlrechte. Alle anderen Bewohner des römischen Reiches waren quasi rechtlos und der Willkür ausgeliefert. Es scheint, die USA mit ihrer egozentrischen Weltsicht sieht das genauso. Die einzige rechtliche Voraussetzung, jemanden zu überwachen, besteht darin, dass derjenige wahrscheinlich kein us-amerikanischer Staatsbürger ist. Alle anderen sind Freiwild und rechtlos.
Die Illusion einer Weltgemeinschaft, in der die USA eine zwar gewichtige und vorragende Rolle spielen, lässt sich so nicht mehr halten. Die Welt ist in zwei Klassen eingeteilt: US-Amerikaner und andere. Die anderen darf man abhören, verschleppen, ausbomben, wenn sie nicht so agieren, wie das den US-Amerikanern passt. Einfach, weil man es kann. NeuRom. Oh TEMPORA, i am sitting in my PRISM cell weiterlesen →
Wieder einmal eine Sprachdebatte. Nach dem Binnen-I der 90er wird nun darüber diskutiert, ob die Verwendung des generischen Femininums den Sexismus der Sprache heilen kann. Der politische Geschäftsführer der Piratenpartei Johannes Ponader macht am Beispiel seines Twitter-Pseudonyms vor, wie das aussehen kann: Piratin Johannes nennt er sich. Das irritiert, das polarisiert. Und es ist wichtig, dass es das tut. Aber es wirft das Postulat, „postgender“ zu sein, zurück in einer Debatte, die seit den 70er Jahren geführt wird.
Sprache ist sexitisch
Kritiker führen wieder an, die übliche, männliche Form sei nicht diskriminierend, Frauen seinen immer „mitgemeint“. Es sei einfach gewachsenen Sprachtradition. Das ist so nicht richtig.
Konservativ kommt von conservare, bewahren, konservieren. Konservative Parteien stehen nach aussen für Bewahrung von Traditionen und überkommenen Lebensweisen. Aber wie äussert sich das im politischen Alltag?
Lippenbekenntnisse zur Wertschätzung von Familie, Glaube und Sitte stehen einer faktischen Zerstörung der Lebensgrundlagen entgegen, Deregulierung und Entfesselung erzeugen einen Veränderungsdruck und eine wachsende Unsicherheit. Warum Konservative alles zerstören weiterlesen →
Eigentlich wollte ich mich da raushalten. Weil es mich nur nervt. Weil wir das alles schon mal hatten. Aber nun schwappt immer mehr davon in meine Facebook-Timeline, immer mehrere Menschen beziehen Stellung – und das häufig unreflektiert. Das Frei.wild-Thema lässt die Emotionen hochkochen.
Frei.wild und die rechte Ecke.
Frei.wild distanziert sich von der NPD, lässt „Nazis raus“ skandieren. Im gleichen Atemzug wird sich aber auch von Antifaschisten, „Gutmenschen“, Grünen und anderen distanziert. Jeder Distanzierung nach rechtsaussen folgt im gleichen Atemzug eine Distanzierung nach links. Gleichzeitig wird in jedem Statement eine vermeintliche Opferrolle betont – ein gängiges Muster der Rechtsextremen. Weder frei noch wild – Glaube, Liebe, Heimat statt Rock and Roll weiterlesen →
Die Ehe, wie wir sie heute kennen und wahrnehmen, hat sich aus einer religiös bestimmten Institution zu einer der bürgerlichen Gesellschaft entwickelt.
Sinn war dabei immer das Erzeugen und Aufziehen der Nachkommen und die Kontrolle der Sexualität durch die Obrigkeit.
Dabei war Ehe auch im Bürgertum zunächst zutiefst reaktionär und unemanzipatorisch: Die – unmündig gehaltene, nicht als volle Rechtsperson genommene Frau – wurde aus der Obhut des Vaters in die des Ehemannes gegeben. Bis hinein in die 60er Jahre standen im Bürgerlichen Gesetzbuch Dinge wie „Im Streifall entscheidet die Meinung des Mannes“. Zur Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften weiterlesen →
Liberalismus, die Fahne der Freiheit und der Vernunft?
Kasse
Fragt man überzeugte FDP-Anhänger, was ihnen politisch wichtig ist, dann kommt ganz weit vorne der Begriff der Freiheit und seine konkrete Ausgestaltung in Form der Bürgerrechte. Viele sehen in der FDP eine Bürgerrechtspartei, die freien Mensche freies Wirtschaften ermöglichen will. Soweit die Theorie.
In der Praxis hat die Sache mit der freien Wirtschaft einige Haken: Wer nichts hat, dem fehlen die Mittel, mitzumachen. Der muss sich verkaufen – letztendlich seine Freiheit, seine Arbeitskraft, seine Lebenszeit, weil die das Einzige ist, was er anbieten kann. Wer etwas hat, ist da fein raus. Warum aber hat der eine und der andere nicht? Wir sind ja so frei weiterlesen →
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